Reisebericht Malta - Halbmarathon 2008

Letztes Jahr beim Antalya-Marathon lernte ich fünf nette Leute kennen, davon ist ein Läufer Länder-Marathon Sammler. Wir verstanden uns auf Anhieb, so dass wir in diesem Jahr den Malta-Marathon in Angriff nehmen wollten.

So trafen wir uns am 20. Februar 2008 spät abends (die einen kamen aus Stuttgart bzw. Hannover angereist) in der Bar vom Hotel Dolmen (St. Pauls Bay) mit einem großen "Hallo". Da wir bei Sportreisen Kreienbaum ein Paket mit drei Ausflügen gebucht hatten, fuhren wir am nächsten Tag gleich vormittags zur blauen Grotte bei Zurrieq. Von da ging es weiter zum prähistorischen Tempel von Hal Tarxien und zum Abschluss fuhren wir zum Hafen nach Marsaxlokk mit seinen vielen bunten Holzbooten. Der nächste Ausflug am folgenden Tag führte uns nach Mosta zur drittgrössten Kuppelkirche der Welt mit einem Durchmesser von 55 m. Weiter fuhren wir nach Mdina, der ehemaligen Hauptstadt von Malta, die umgeben ist von einer imposanten Festungsmauer und unzähligen labyrinthartigen Gassen. Samstags war kein Programm, deshalb legten wir einen Ruhetag mit Sonnen am Pool ein.

Am Sonntag starteten die Marathonläufer/innen um 8.00 Uhr und die Halbmarathonis (wie ich) um 10.00 Uhr vor dem Haupttor in Mdina bei blauen Himmel und Sonnenschein und angenehmen 18°C. Die Halbmarathonstrecke führte auf den ersten Kilometern (leider nur Meilenangaben) rund um Mdina, wo wir dann nach ca. 7 km auf die Marathonläufer/innen stießen, die zuvor 2 Schleifen mit teils heftigen Anstiegen bewältigen mussten. Nun liefen wir in Richtung Valletta auf recht unebenen Straßen, leider nahm ab hier auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Autoverkehr deutlich zu. Links liegt Qormi und die Reitanlage von Marsa. Bei Kilometer 15 waren zwei giftige Steigungen zu bewältigen. Weiter führte die Strecke am Hafen von Marsamxett vorbei mit Blick auf die imposante Festungsmauer von Valletta. Dann kam endlich die mit Palmen gesäumte Uferpromenade von Sliema und das Ziel war nur noch 1 km entfernt. Jeder Finisher erhielt eine Medaille und wir wurden ausreichend mit Getränken und Obst versorgt.

Am Montag machten wir den letzten gebuchten Tagesausflug zur Nachbarinsel Gozo. Diese Insel ist geprägt von schmalen Buchten, flach abfallenden Hügeln, terrassenförmigen Feldern und ist grüner und ländlicher als Malta. Mitten in der  Hauptstadt Victoria steht eine mächtige Zitadelle. Dienstags unternahmen wir auf eigene Faust eine Fahrt mit dem Linienbus nach Valletta, der heutigen Hauptstadt von Malta. Valletta, Weltkulturerbe, ist eine vom Meer umschlossene Festungsstadt und gleicht einem großen Freilichtmuseum. Unzählige Sehenswürdigkeiten wie den Großmeisterpalast, ein Labyrinth aus engen Gassen und Treppen sowie prachtvolle Bauten gibt es zu erkunden. Leider hieß es am Mittwoch Abschied nehmen von meinen Freunden.

Fazit:
Eine beeindruckende Laufstrecke mit traumhaften Blicken auf Maltas Städte und seine tolle Vegetation. Wer aber mit Straßenverkehr, Benzingestank und lautem Autolärm nichts  anfangen kann, sollte diesen Lauf meiden. Aber es gibt auf Malta und der Nachbarinsel Gozo unwahrscheinlich viel zu sehen und alles ist mit dem Linienbus für wenige Cent zu erreichen. Diese Inseln mit den frühlingshaften Temperaturen im Februar sind unbedingt eine Reise wert.

Der 24. Malta-Marathon findet am 1. März 2009 statt.

Ernst Dopp
Turn- und Sportgemeinde 1861 e.V. Grünstadt-Abteilung Leichtathletik

Quelle: www.tsg-gruenstadt-leichtathletik.de
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